Filamente für 3D-Druck (EFRE)

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Laufzeit: 03/2018 - 09/2018

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Verkürzte Entwicklungszeiten und Kostenersparnis durch Rapid Prototyping mittels 3D-Druck werden an jeder Ecke versprochen. Eine große Vielzahl an Standard-Kunststoffen wie ABS, PLA, PC und teilweise sogar flexible Werkstoffe auf Nylonbasis stehen am Markt zur Verfügung. Ein Großteil der für die FDM-Methode angebotenen Filamente wird ohne Verstärkungsphase, Flammschutzmittel und andere Füll- bzw. Hilfsstoffe angeboten. Im Mittelpunkt der Kooperation zwischen kunststoffcampus bayern und interessierten Unternehmen steht daher die Fertigung endproduktrelevanter Filamentwerkstoffe um letztendlich realistische Prototypen zu fertigen, Designideen zu evaluieren und Normbauteile zu prüfen. Im Projektverlauf sollen Zusammenhänge der einzelnen Stoffgemengen und der Extrudierfähigkeit aufgezeigt sowie deren Einfluss auf die Druckbarkeit anhand von Versuchsreihen bewertet werden. Dafür steht am kunststoffcampus bayern ein von PKV Pappenheimer Kunststoffmaschinenvertrieb überreichter Micro-Extruder mit 1,75 mm Düse für handelsübliche FDM-Drucker zur Verfügung.

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Das Projekt wird im Rahmen der vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Maßnahme „Nachhaltige Wertschöpfungskette“ mit den Projektteilnehmern:

  • BYK-Chemie GmbH
  • LedVance GmbH
  • PKV Pappenheimer Kunststoffmaschinenvertrieb
  • PolyOne Corporation

durchgeführt. Die interessierte Unternehmen konnten sich während des Kick-Off-Meeting am 31.01.2018 über das Projekt informieren und Ihre Anforderungen hinsichtlich der Filamentzusammensetzung einbringen, sodass das Projekt an den Bedürfnissen der teilnehmenden Unternehmen ausgerichtet ist. Der kunststoffcampus bayern wird im Rahmen des Projekts erste Untersuchungen zur Herstellung und Anwendung der in Zusammenarbeit mit den Partnerfirmen definierten Filamente durchführen.

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Update 13.02.2018

Erste einfache Geometrien aus dem schwierig zu verarbeitenden Material LDPE konnten gefertigt werden. Entgegen der Erwartung stellt nicht die Rundheit des Filamentes, sondern die Haftung beim Ablegen der ersten Schichten auf dem Warmbett des FDM-Druckers die Herausforderung beim Drucken dar. Hier stellten sich gute Ergebnisse mit LDPE-Folie als Substratschicht auf dem Warmbett ein. Allgemein kann festgehalten werden, dass eine ledigliche geringe Temperatur des Bettes von Vorteil ist. Im nächsten Schritt wurden verkleinerte Zugprüfstäbe gedruckt. Hierbei konnte eine Richtungsabhängigkeit der Druckqualität beobachtet werden.

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