Automobile Zukunft aus Altmühlfranken

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Der Entwicklungsdienstleister k3 works GmbH und der kunststoffcampus bayern setzten mit dem gemeinsamen ersten SCR-Forum ein weiteres Zeichen für ihre erfolgreiche Zusammenarbeit.

Rund 100 Automotive-Experten aus Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft trafen sich am 11. Oktober 2016 zum ersten SCR-Forum auf dem kunststoffcampus bayern. Die Gäste aus dem In- und Ausland diskutierten darüber, wie Systeme und Komponenten, mit denen der Stickoxid-Ausstoß von Dieselmotoren reduziert wird, künftig im Labor erprobt werden können. Im Rahmen der ganztägigen Veranstaltung, hatten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Gelegenheit, sich einerseits über Trends und Entwicklungen auf diesem Gebiet auszutauschen als auch die Möglichkeit, einen Blick auf die innovativen Testeinrichtungen im Technikum des Technologie- und Studienzentrums Weißenburg zu werfen.

(SCR steht hierbei für den Begriff selektive katalytische Reduktion, aus dem Englischen „selective catalytic reduction“ und bezeichnet eine Technik zur Reduktion von Stickoxiden in Abgasen. Das dazu im Fahrzeug mitegführte und benötigte Medium ist Adblue)


Im Detail diskutierten die Fachleute unter anderem, welche Tanksysteme sich für AdBlue - jene chemische Lösung die zur Reduktion der gesundheitsschädlichen Stickoxide in Dieselfahrzeugen mitgeführt wird - eignen. Weitere Vorträge befassten sich mit den Fragen, wie sich diese sogenannten SCR-Tanks bei tiefen Temperaturen verhalten und die aufwändigen Straßentests dieser und weiterer Komponenten durch Laborsimulationen ersetzt oder reduziert werden können. Dies seien wichtige Fragestellungen für die automobile Zukunft, denn „SCR wird uns noch lange beschäftigen – zumindest, solange es Verbrennungsmotoren auch in modernen Hybridfahrzeugen gibt. Eine Alternative zum AdBlue-System
sei derzeit nicht in Sicht“ betont Andreas Pöppl - Geschäftsführer der k3 works GmbH.
„Der kontinuierliche Austausch zwischen internationalen Vertretern aus Forschung und Wirtschaft sei“, so Prof. Dr. Christian Wilisch, Gesamtleiter des kunststoffcampus bayern, „eine der Grundlagen für eine umweltfreundliche, automobile Zukunft“. In Weißenburg habe man zudem erfolgreich daran weitergearbeitet, den Erprobungsbereich Kunststoff mit dem Testbereich der Automotive-Branche zu verbinden.
„Das erste SCR-Forum ist auch ein Zeichen dafür, dass wir es mit unserer Zusammenarbeit ernst meinen“, ergänzt Andreas Pöppl. Vor fast genau einem Jahr haben die Technische Hochschule Deggendorf und der Treuchtlinger Entwicklungsdienstleister k3 works GmbH einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Es war der Startschuss für ein Leuchtturmprojekt der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Hochschule in der Region Altmühlfranken.
A. Pöppl: „Dieser Blick in die Zukunft hat uns gezeigt, dass wir mit dem Technologiezentrum auf dem kunststoffcampus bayern unserem gemeinsamen Ziel wieder ein großes Stück nähergekommen sind: „Wir wollen das führende, unabhängige und akkreditierte SCR-Labor werden.“ Auf dem Weg dahin denken die Veranstalter bereits jetzt darüber nach, im übernächsten Jahr mit einem zweiten SCR-Forum an den Erfolg des ersten Treffens anzuknüpfen.

Ansprechpartner

kunststoffcampus bayern
Prof. Dr. Christian Wilisch
Richard-Stücklen-Straße 3
91781 Weißenburg i. Bay.
Tel.: 09141 874669-210
Fax: 09141 874669-169
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