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Der kunststoffcampus bayern und das Technologie-Anwender Zentrum Spiegelau der Technischen Hochschule Deggendorf betrachten im Rahmen ihrer Förderung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und durch Unterstützung regionaler Unternehmen die Potentiale eines Hybridmaterials aus neuartigen Glaspartikeln in einer Polymermatrix.

Die Glaspartikel aus dem Technologie-Anwender-Zentrum Spiegelau (TAZ) unterscheiden sich in ihrer räumlichen Ausdehnung deutlich von anderen am Markt befindlichen Partikeln, da es sich um flächige Partikel mit hohem Aspektverhältnis handelt. Das Anwendungspotential ist groß, sofern die Partikel im späteren Bauteil geordnet vorliegen. Bisher werden die Partikel jedoch in keinem massentauglichen Verfahren eingesetzt. Ziel ist es daher diese speziellen Partikel in Kombination mit einer Polymermatrix zu verarbeiten, so dass ein funktioneller Werkstoff entsteht aus dem schlussendlich ein Produkt hergestellt werden kann. Um dies zu realisieren werden am kunststoffcampus bayern derzeit erste Compounds hergestellt. Als Verfahren zur Verarbeitung zu Halbzeugen eignet sich z.B. der Kunststoff-Spritzguss oder die Folienextrusion. Die Eigenschaften des erzeugten Werkstoffes können je nach Paarung Polymer/Glassorte sehr vielseitig sein und teilweise in Kombination genutzt werden z.B. transparent, wärmeleitend, evtl. sogar verbesserte Permeabilität, kratzfest, Veränderung des Lichtspektrums. Daraus ergeben sich Anwendungen im Bereich Beleuchtung, Optik, Photovoltaik und Medizintechnik. Erste Mustermaterialen und Demonstratoren konnten bereits realisiert werden. Die Resonanz auf Messen und Infoveranstaltungen ist bisher durchweg positiv.

Wir bedanken uns bei den beteiligten Unternehmen für die Unterstützung. Diese Machbarkeitsstudie wird von der Europäischen Union durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

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