FORSCHUNG & ENTWICKLUNG: Bedarfsgerechte Filamente für den 3D-Druck

Verkürzte Entwicklungszeiten und Kostenersparnis durch Rapid Prototyping mittels 3D-Druck werden an jeder Ecke versprochen. Eine große Vielzahl an Standard-Kunststoffen wie ABS, PLA, PC und teilweise sogar flexible Werkstoffe auf Nylonbasis stehen am Markt zur Verfügung. Ein Großteil der für die FDM-Methode angebotenen Filamente wird ohne Verstärkungsphase, Flammschutzmittel und andere Füll- bzw. Hilfsstoffe angeboten. Im Mittelpunkt der Kooperation zwischen kunststoffcampus bayern und interessierten Unternehmen steht daher die Fertigung endproduktrelevanter Filamentwerkstoffe um letztendlich realistische Prototypen zu fertigen, Designideen zu evaluieren und Normbauteile zu prüfen. Im Projektverlauf sollen Zusammenhänge der einzelnen Stoffgemengen und der Extrudierfähigkeit aufgezeigt sowie deren Einfluss auf die Druckbarkeit anhand von Versuchsreihen bewertet werden. Dafür steht am kunststoffcampus bayern ein von PKV Pappenheimer Kunststoffmaschinenvertrieb überreichter Micro-Extruder mit 1,75 mm Düse für handelsübliche FDM-Drucker zur Verfügung.

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PRÜFEN & MESSEN: Design-Industrietore im Bewitterungstest

Individuell und chic – so sehen die Design Tore der Produktlinie „Emotionline“ des mittelständischen Unternehmens Schnabel Einfahrtstore aus Wassertrüdingen aus. Das Unternehmen hat eine Marktlücke geschlossen und beliefert Prestigeunternehmen in ganz Europa mit individuellen Toranlagen. Doch bleiben die lackierten Aluminiumverkleidungen auch nach Jahren noch so farbintensiv oder ist der Lack nach einiger Zeit ab? Um sicherzugehen, dass die Speziallackierung mit UV-Schutz auch das hält was sie verspricht, wurden die Aluminiumverblendungen am kunststoffcampus auf Herz und Nieren geprüft.

Um kostenintensive Freibewitterung über die Produktlebensdauer zu reduzieren, wurde die Langzeitstabilität durch künstliche Bewitterung simuliert. In den meisten Fällen  ist der Anteil des UV-Lichts bei Materialien im Freien die Ursache für die auftretenden Schäden. Neben einer reinen Belichtungsprüfung mittels UV-Leuchtstofflampen wurde am kunststoffcampus bayern auch das volle Sonnenspektrum künstlich nachgebildet und die Wetterechtheit geprüft. Hierbei erfolgte eine zusätzlich Beschleunigung der Alterung durch atmosphärische Beanspruchung wie Feuchtigkeit und Temperatur. Die anschließende Farbmessung und optische Inspektion hat gezeigt, dass auch nach Jahrzehnten keine Farbänderung oder Abplatzungen an den Torverkleidungen zu erwarten sind.

Auch die Auswirkungen von dauerhaft niedrigen oder erhöhten Temperaturen, wie z.B. ein durchschnittlicher Winter, können am kunststoffcampus bayern in einem 20´ ISO-Container sogar für große Bauteile oder Produkte ermittelt werden. Für Innenraumbauteile mit Kunststoffoberfläche ist die Lichtbeständigkeit ebenfalls relevant, da hier durch gefiltertes Sonnenlicht oder eine starke Innenraumbeleuchtung Schädigungen auftreten können. Hierbei gehören Farbänderungen und Glanzverlust zu den häufigsten Schadbildern. Durch speziell eingesetzte Filter während der Prüfung können auch diese Belastungen im Zeitraffer nachgestellt werden. Zudem können nicht nur verschiedene Bewitterungsbelastungen nachgestellt werden, sondern auch deren Auswirkungen charakterisiert werden, wie z.B. durch Farbveränderungen, Glanzverluste oder die Änderung der mechanischen Eigenschaften.

Weitere Infos zu Schnabel Einfahrtstore: www.schnabel-einfahrtstore.de

Werkstoff- und Bauteilprüfung am kunststoffcampus bayern

STUDIUM & WEITERBILDUNG: Kunststoff Produkte Aktuell (KPA) - Messe geht in die zweite Runde

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Als Partner der KPA ist der kunststoffcampus bayern auch bei der Neuauflage der erfolgreichen branchenunabhängigen B2B-Plattform am 20. und 21. März in Ulm wieder vertreten. Bereits die erste Runde wurde von den Ausstellern positiv aufgenommen und auch für den kunststoffcampus bayern ergaben sich überdurchschnittlich viele neue Kontakte. Die Teilnahme lohnt sich, so das Fazit der Aussteller.

Die KPA ermöglicht kunststoffverarbeitenden Unternehmen die häufig branchenübergreifende Produktvielfalt unterschiedlichen Märkten auf einer einzigen Messe zu präsentieren, statt wie üblich dutzende Branchenmessen zu bedienen. Dementsprechend hoch ist die Resonanz für die Neuauflage und nur noch wenige Standplätze sind verfügbar. Das Potential der zu erwartenden Fachbesucher ist auch für die mittelfränkischen Aussteller angesichts der regionalen Nähe der Messe vielversprechend.

Veranstaltungsort:

Messe Ulm, Böfinger Straße 50, 89073 Ulm, Halle 7

Öffnungszeiten:

20. März 2018: 9:00 – 17:00 Uhr

21. März 2018: 9:00 – 16:30 Uhr

www.kpa-messe.de

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