Coextrudiertes, sauerstoffdichtes Rohr für Trinkwasser und Sanitär

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Förderprojekt „Coextrudiertes, sauerstoffdichtes Rohr für Trinkwasser und Sanitär“ bei der Bayerischen Forschungsstiftung (AZ-1339-18)

Sauerstoffdichte Rohre für den Trinkwasser- und Sanitärbereich werden häufig als Verbundrohr aus temperaturbeständigen Polyethylen (PE) mit einer Aluminiumschicht hergestellt. Allerdings verfügen die Aluminiumverbundrohre nicht über die gleiche mechanische Flexibilität wie die reinen Kunststoffrohre. Alternativ können Polyethylen-Rohre mit Barriereschicht zum Einsatz kommen. Durch diesen Schritt werden jedoch nicht mehr die für den Trinkwassereinsatz geforderten Maßtoleranzen eingehalten, sodass PE-Rohre entweder über die Zulassung für Trinkwasseranwendungen oder die Zulassung für Heizungsanwendungen verfügen.

Es soll untersucht werden, ob durch Co-Extrusion eine äußerst geringe Schichtdicke auf ein PE-Material aufgebracht werden kann. Diese dünne Multifunktionsschicht muss dabei eine Vielzahl an Eigenschaften gewährleisten. Die Schicht soll sauerstoffdicht, mechanisch hochbelastbar, sehr flexibel und temperaturbeständig bis ca. 105 °C sein sowie eine metallische Optik aufweisen. Die Multifunktionsschicht und ein möglicherweise benötigter Haftvermittler dürfen zusammen lediglich eine Schichtdicke von max. 15 µm erreichen. Das Kunststoffsystem bestehend aus einer sauerstoffdichten Schicht und gegebenenfalls einem Haftvermittler soll in einem Produktionsschritt mit dem Basisrohr co-extrudiert werden.

Obwohl wegen zu großer Prozessschwankungen in der Co-Extrusion kein vollumfänglicher Rohrverbund mit einer konstanten Schichtdicke von max. 15 µm realisiert werden konnte, wird durch die Versuchsreihe ersichtlich, dass die verwendeten Materialien für dieses Projekt geeignet sind. Mit einem speziell dafür weiterentwickelten Extrusionswerkzeug wäre eine gleichmäßige Schichtdickenverteilung innerhalb der Toleranzen denkbar.

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