kunststoffcampus bayern (kcb) – Technologietransfer- und Studienzentrum Weißenburg
Die Kunststoffindustrie ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette Kunststoff- und Metallbearbeitung inkl. Automobilzulieferindustrie einer der wichtigsten Kompetenzfelder in der Wirtschaftsregion Altmühlfranken: Seit 2015 finden deshalb im kunststoffcampus bayern in Weißenburg angewandte Forschung und Lehre rund um diesen Werkstoff eine Heimat.
Bildung und Forschung an einem Standort
Der kunststoffcampus bayern in Weißenburg ist mit seinem Technologietransferzentrum und dem Studienzentrum der Hochschule für angewandtes Management in Ansbach eine bayernweit einzigartige Bildungs- und Forschungseinrichtung mit klarem Fokus auf „Smart & Protective Polymer Systems“ sowie angrenzende Zukunftstechnologien. Seit seiner Einweihung im Jahr 2015 verbindet der Campus akademische Lehre, berufsbegleitende Weiterbildung und angewandte Forschung & Entwicklung unter einem Dach und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und Innovationskraft im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sowie darüber hinaus.
Der kcb wurde gezielt in einer Region angesiedelt, in der die Zulieferindustrie der Automotivebranche mit Schwerpunkt in der Kunststoff- und Metallverarbeitung eine zentrale wirtschaftliche Rolle spielt. Als einer der wichtigsten Industriezweige prägt sie den Wirtschaftsstandort Altmühlfranken maßgeblich.
Neuausrichtung und Zukunftsperspektive ab 2025
Der kcb hat sich zehn Jahre nach seiner Gründung konsequent durch eine inhaltliche und strukturelle Neuorientierung weiterentwickelt. Ab Herbst 2025 hat die Hochschule Ansbach die Gesamtverantwortung übernommen und betreut seitdem neben dem Studienzentrum auch das Technologietransferzentrum.
Begleitet wird dieser Ausbau durch eine gezielte personelle Verstärkung mit mehreren Professuren im Bereich Kunststofftechnik, nachhaltige Kunststofftechnik sowie Analytik und Werkstoffkunde.
Studienzentrum (STZ) - Studienangebote mit Praxisbezug
Das STZ Weißenburg, verantwortet seit 2013 durch die Hochschule Ansbach, bietet berufsbegleitende Studiengänge auf Hochschulniveau an.
Der Bachelorstudiengang „Angewandte Kunststofftechnik“ (AKT) qualifiziert seit 2013 Fachkräfte praxisnah für vielfältige Einsatzbereiche in der Kunststoffindustrie. Ergänzt wird das Angebot seit 2014 durch den berufsbegleitenden Bachelor „Strategisches Management“, der gezielt Führungskompetenzen für das mittlere und obere Management vermittelt.
Seit 2025 erweitert der Masterstudiengang „Sustainability in Polymer Technology“ das Portfolio und setzt einen starken Fokus auf nachhaltige Polymertechnik, Recycling und zukunftsfähige Produktentwicklung.
Weitere Partner sind die IHK Akademie Mittelfranken mit der Ausbildung zum Industriemeister und die Fachschule für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie Weißenburg.
Technologietransferzentrum (TTZ)
Das TTZ treibt die wissenschaftlich-technische Entwicklung von Herstellungsverfahren, Bauteil- und Systemprüfung, Funktions- und Strukturintegration sowie Verifikation und Validation mit klarem Schwerpunkt auf der Kunststoff- und Kunststoffverbundtechnik voran und baut die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten – auch zusammen mit der der Wirtschaftsförderung des Landkreises und der regionalen Wirtschaft – systematisch aus mit dem Ziel ein leistungsstarker Forschungs- und Entwicklungspartner für die regionale und überregionale Industrie zu werden.
Künftige inhaltliche Schwerpunkte bilden die Kompetenzfelder „Smart Polymer Systems“ – unter anderem für Medizintechnik, Automotive und Verpackung – sowie „Protective Polymer Systems“, etwa für Arbeitsschutz, Medizin, Defense, Nachhaltigkeit und Recycling.
Innovationscampus mit regionaler und überregionaler Strahlkraft
Der kunststoffcampus bayern mit dem Technologietransfer- und Studienzentrum stärkt als Innovationsmotor die Wirtschaftsregion Altmühlfranken sowie darüber hinaus.
Mit diesem Technologietransfer- und Studienzentrum, der IHK Akademie Mittelfranken sowie der Fachschule für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie sowie den Unternehmen im Förderverein kunststoffcampus bayern e.V. stehen den Unternehmen leistungsstarke Partner zur Verfügung, sei es für spezielle Forschungs- und Entwicklungsthemen oder für die berufliche und akademische Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter.
Unternehmen, Mittelstand und Start-Ups profitieren von anwendungsnaher Forschung, qualifizierten Fachkräften und kurzen Wegen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
Durch die enge Verzahnung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik fungiert der kunststoffcampus bayern als Schnittstelle für praxisnahe Lösungen und den Technologietransfer in den ländlichen Raum und steht damit für eine zukunftsorientierte Entwicklung des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen.
